• Wie wir arbeiten

  • Qualität ist bei uns das oberste Gebot. Deshalb richten wir uns streng nach Standards, die sich über die Jahre bewährt haben. Von der Reinigung des Getreides, über die Scheuermaschine bis hin zur endgültigen Qualitätskontrolle arbeiten wir mit höchster Präzision und sind immer mit ganzem Herzen bei der Sache.

  • Wir haben die Darstellung unserer Arbeitsweise in folgende Schritte aufgeteilt:

  • 1. Reinigung des Getreides          5. Scheuermaschine
              9. Qualitätskontrolle
    2. Steinausleser: Reinigung "nach Gewicht  6. Im Walzenstuhl wird das Getreide zerkleinert
    10. Absackung
    3. Trieur: Reinigung "nach Größe und Form"
    7. Im Plansichter wird gesiebt
    11. Versand
    4. Netzen / Abstehen
    8. Die Müllerische Produktion

  • 1. Reinigung des Getreides:

  • Bereits bei der Anlieferung durch den Landwirt oder Landhändler wird das Getreide nach einer eingängigen Qualitätsprüfung im Aspirateur gründlich gereinigt und somit lagerfähig gemacht. Durch das Absieben von sowohl zu großen Teilen, wie Erdklumpen oder ganzen Ähren, als auch Kleinteilen, wie Sand oder Schmachtkörner und anschließender Windsichtung zum Aussondern leichter Teile, wird bereits bei der Rohwarenannahme ein hoher Hygienestandard erreicht. Hier gilt: Am Anfang der müllerischen Tätigkeit werden die Weichen für höchste Qualität gestellt. Der Silomeister entscheidet mit Hilfe modernster Laborgeräte, aber vor allem aufgrund seiner langjährigen Erfahrung bei der „sensorischen Beurteilung", in welchen Silo eingelagert wird. Die „Geruchs- und Sichtprüfung" entscheidet, ob die Partie angenommen oder „gestoßen" wird.
  • 2. Steinausleser:

  • Mit dem Steinausleser sind wir in der Lage, das Produkt an Hand des spezifischen Gewichts zu sortieren. Somit können wir Schwerteile wie Steine oder Glassplitter auch aussondieren, wenn diese in Form und Größe dem Getreide ähnlich oder gleich sind. Damit ist gewährleistet, dass vor allem bei Vollkorn- und Backschroten keine Steine als gefährliche „Plombenbrecher" enthalten sind. Beim Steinausleser sinkt das „leichtere" Getreide auf einem von unten mit Luft durchströmten Drahtgewebe nach unten, während die schweren Steine auf dem Drahtgewebe nach oben hüpfen. Dies wird durch die vom Drahtsieb ausgehende Wurfbewegung ermöglicht.

  • 3. Trieur:

  • Der Trieur separiert das Getreide anhand von Größe und Form. So können mit dem Rundkorntrieur kleine runde Teile, wie Unkrautsämereien oder Bruchkorn aussortiert werden. Mit dem Langkorntrieur können lange und große Produkte wie Hafer oder Teile des Mutterkorns separiert werden. Durch verschiedene Mulden im Mantel der Maschine verbleiben die Körner je nach Form beim Drehen des Mantels unterschiedlich lange in den Mulden liegen. Somit kann durch genaues Einstellen der Maschine eine scharfe Trennung nach Form und Größe vorgenommen werden.

  • 4. Netzen und Abstehen:

  • Das Getreide muss, bevor es zur Vermahlung gelangt, dafür vorbereitet werden. Um einen störungsfreien Betrieb der Mühle zu erreichen, muss das Getreide mit stets konstanter Feuchtigkeit vermahlen werden. Dazu wird vom Getreide mit modernster Technik permanent die Feuchte gemessen und über ein ausgeklügeltes System immer so viel Wasser zugesetzt, damit eine genau gleichbleibende Feuchtigkeit erzielt wird. Doch nicht genug! Je nach Kornhärte bekommt das Wasser in den Abstehzellen zwischen 6 und 20 Stunden Zeit, um in das Korn eindringen zu können. Wenn das Wasser soweit eingedrungen ist, dass sich die Schale leicht vom Mehlkörper trennen lässt, wird es vermahlen. Dadurch wird Vermahlungsenergie eingespart und eine möglichst hohe Mehlausbeute erzielt.

  • 5. Scheuermaschine:

  • Nachdem das Wasser der Netzung die Körner mürbe gemacht, werden diese durch Scheuern an einem Drahtgewebe von Teilen der äußersten Fruchtschale sowie von anhaftendem Schmutz befreit. Nach der intensiven Oberflächenbearbeitung wird in einem Windkanal das abgescheuerte Material abgesaugt und gesundes, hygienisch einwandfreies Speisegetreide bleibt übrig.

  • 6. Im Walzenstuhl wird das Getreide zerkleinert:

  • Der Walzenstuhl zerkleinert das Getreide zwischen zwei zylindrischen Walzen, welche mit unterschiedlichen Drehzahlen rotieren. Bei ganzem Korn oder groben Schroten sind auf den Walzen Riffel angebracht, so daß bei der Zerkleinerung eine Kombination von Druck und Scherwirkung erzielt wird. Bei den Walzenstühlen, welche für die Auflösung von Grieß oder Dunst vorgesehen sind, werden sog. „Glattwalzen" eingesetzt. Der Name täuscht aber, haben diese doch eine rauhe Oberfläche.

  • 7. Im Plansichter wird gesiebt:

  • Nach der Zerkleinerung im Walzenstuhl gelangt das Mahlgut über Saugleitungen nach oben und wird im Plansichter gesichtet. Das ist eine Kombination von Sieben und Schichten. Im Plansichter liegen verschiedene Siebe, deren Maschenweite 0,09 bis ca. 1,8 mm betragen. Das anfallende Mehl wird direkt von allen Mahlpassagen gesammelt. Die separiert anfallenden Zwischenprodukte wie Grieß, Dunst oder Schrot werden über ein Rohrleitungssystem im freien Fall zur nächsten Passage geleitet. So entsteht ein durchgehendes Vermahlungssystem mit 18 Mahlpassagen. Das heißt, das der Vorgang mahlen-überheben-sichten bis zu 18 mal durchlaufen wird. Selbstverständlich kommen noch einige Mahlhilfsmaschinen, wie Kleieschleudern, Grießputzmaschinen, Auflöser usw. zum Einsatz, auf deren Erklärung wir bewusst verzichten, um eine unnötige Verwirrung zu verhindern.

  • 8. Die Müllerische Produktion:

  • 1. Getreideannahme mit Qualitäts-Einstufung, Reinigung, Einlagerung.
    2. Erstellen der Getreidemahlmischung
    3. Schwarzreinigung mit Schwingsieb, Magnet, Steigsichter, Steinausleser, Trieuren
    4. Getreidevorbereitung mit Netzung und Abstehzellen.
    5. Weißreinigung mit Scheuermaschine und Windreinigung.
    6. Vermahlung
    7. Mehlmischerei
    8. Mehlsilos
    9. Verladung, Absackung oder Kleinpackerei
    10. Versand, Verkauf und selbstverständlich stetige Qualitätskontrolle der Produkte in allen Produktionsschritten

  • 9. Qualitätskontrolle:

  • In allen Phasen der müllerischen Produktion nimmt die Qualitätskontrolle eine zentrale Position ein, man kann sogar behaupten, „das Labor ist das Herz der Mühle". Denn unser oberstes Ziel ist es, Produkte von gleichbleibend hoher Qualität unter hygienisch einwandfreien Bedingungen herzustellen. Um diesem Ziel gerecht zu werden, arbeiten wir streng nach der in unserem Betrieb eingeführten DIN EN ISO 9001 + HACCP-System.

    Nicht nur dass wir unsere Produkte während der gesamten Produktion, von der Rohwarenannahme bis zur Verladung, ständig kontrollieren, sondern es werden auch alle qualitätsrelevanten Arbeitsschritte nach genau definierten Verfahren durchgeführt und dokumentiert. Dieses lebendige Verfahren wird ständig weiter entwickelt, denn wir bleiben nicht stehen, wir werden immer BESSER!


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